Schnelle Hilfe im Notfall – wo rufe ich an?

Notaufnahme Krankenhaus Plau am See

Rettungsdienst / Feuerwehr: 112

Giftnotruf: +49 361 730730; +49 551 19249

Notfallambulanz: +49 38735 87 8212

Bei gesundheitlichen Beschwerden, die nicht akut lebensbedrohlich sind, kontaktieren Sie bitte zunächst Ihren Hausarzt bzw. nachts und an den Wochenenden den ärztlichen Notdienst. Wir können uns dann auf akute Notfälle konzentrieren und Wartezeiten in der Notaufnahme vermeiden.

So erreichen Sie den ärztlichen Notdienst der kassenärztlichen Vereinigung: +49 116 117

Wenn Sie einen Notfall melden, beantworten Sie bitte die 5 Ws:

  1. Wo ist es passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte?
  4. Welche Art von Verletzungen?
  5. Warten auf Rückfragen

Wie nehmen Patienten auf bei

Verdacht auf einen Schlaganfall

Anzeichen eines Schlaganfalls:

  • plötzliche einseitige Lähmung oder Taubheitsgefühl in Arm oder Bein
  • Lähmung einer Gesichtshälfte
  • Sehstörungen
  • Sprechstörungen
  • plötzlich auftretende Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstlosigkeit oder Benommenheit
  • plötzliche auftretende heftige Kopfschmerzen

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Grundsätzlich gilt:

  • Bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick.
  • Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit und verhindern Sie weiteren Schaden (z.B. bei einem Unfall Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern).
  • Holen Sie Hilfe und rufen Sie den Rettungsdienst 112.
  • Lassen Sie Verletzte möglichst nicht allein.

Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage

Ist der Betroffene bewusstlos, aber atmet noch? Dann bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage:

  • Knien Sie sich seitlich neben den Betroffenen und strecken Sie seine Beine. Winkeln Sie den Arm, der näher zu Ihnen liegt, an und legen Sie ihn seitlich neben den Kopf nach oben.
  • Greifen Sie den anderen Arm am Handgelenk und legen Sie ihn über den Brustkorb zur gegenüberliegenden Wange. Lassen Sie die Hand nicht los.
  • Greifen Sie den Oberschenkel, der weiter von Ihnen entfernt liegt, und beugen Sie das Bein. Ziehen Sie den Betroffenen zu sich herüber, so dass er auf der Seite liegt. Das obere Bein sollte so ausgerichtet werden, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt.
  • Der Kopf sollte jetzt seitlich auf der Hand liegen. Überstrecken Sie den Hals des Betroffenen, damit die Atemwege frei werden und öffnen Sie seinen Mund leicht.

Keine Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung

Atmet der Betroffene nicht mehr? Rufen Sie 112 an oder veranlassen Sie jemand anderen zum Notruf. Dann beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung:

  • Knien Sie sich neben den Betroffenen.
  • Legen Sie beide Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs.
  • Drücken Sie fest mit gestreckten Armen den Brustkorb 5 bis 6 cm ein. Drücken Sie 100 bis 120 Mal pro Minute.

Hören Sie solange nicht auf, bis Hilfe eintrifft.

Eine Mund-zu-Mund-Beatmung sollte nur von geschulten Helfern durchgeführt werden. Nach je 30 Herzdruckmassagen folgen je zwei Beatmungen.

  • Setzt die Atmung wieder ein? Bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.
  • Setzt die Atmung nicht ein? Wiederholen Sie die Herzdruckmassage (und Beatmung im Wechsel) bis der Rettungsdienst eintrifft.

Starke Blutungen: Blutstillung

Blutet der Betroffene stark, sollte die Blutung möglichst schnell gestoppt werden.

Ziehen Sie wenn möglich Einmalhandschuhe an, um sich selbst und den Betroffenen vor Infektionen zu schützen.

  • Sprechen Sie den Betroffenen an, beruhigen Sie ihn und legen Sie ihn hin.
  • Pressen Sie möglichst steriles Wundmaterial auf die Wunde, um die Blutung zu stoppen.
  • Wenn Arme oder Beine betroffen sind, sollten Sie diese nach oben halten, um die Blutung zu verringern.
  • Legen Sie, wenn möglich einen Druckverband an. Wenn dies nicht möglich ist, drücken Sie das Material so lange auf die Wunde, bis der Rettungsdienst eintrifft und den Patienten weiterversorgt.